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Funktionsprinzip der Gaslöschtechnik

Löschung durch Sauerstoffentzug

Die Gaslöschtechnik beruht hauptsächlich auf dem Prinzip des Sauerstoffentzuges. Dabei wird durch Hinzufügen des gasförmigen Löschmittels zur Raumluft der Sauerstoffanteil so stark reduziert, dass der Verbrennungsprozess unterbunden wird. Die Löschung kann entweder mit Edelgasen (Inertgasen) oder mit dem chemischen Gas FM-200 erfolgen.

Funktion Inertgas

Bei Zuführen von Inertgasen wird der Sauerstoff in der Raumluft verdrängt – so lange bis die Konzentration des Sauerstoffs unterhalb des für Verbrennung nötigen Grenzwertes liegt. Inertgase gehen keine chemische Verbindung ein und löschen daher rückstandsfrei.

Funktion FM-200

Die Löschwirkung von FM-200 basiert auf einem physikalisch-chemischen Prozess. Zusätzlich zur Sauerstoffverdrängung – wie bei den Inertgasen – beruht die Löschwirkung von FM-200 auf Wärmeabsorption, sowie auf einer chemischen Behinderung des Verbrennungsprozesses.

Funktion Novec 1230

Novec 1230 löscht Brände hauptsächlich, indem es dem Feuer Wärme entzieht. Beim Ausströmen bildet Novec 1230 mit Luft ein gasförmiges Gemisch. Dieses Löschmittel-/Luft-Gemisch hat eine wesentlich höhere Wärmekapazität als reine Luft. Durch die Anwesenheit des Löschmittels verliert das Feuer Wärme an die Umgebung, dadurch kühlt sich die Verbrennungszone soweit ab, dass das Feuer erlischt.
Vorteile der Gaslöschtechnik
  • Rückstandsfreie Löschung
  • Raum-, Objekt- und Einrichtungsschutz ohne Wasserschäden
  • Schnelle Wiederaufnahme der Prozesse nach dem Löschvorgang
  • Brandschaden bleibt auf den für die Auslösung verantwortlichen Anlagenteil begrenzt
  • Löschgase sind elektrisch nicht leitfähig, dadurch
    a. Keine Personengefährdung bei elektrischen Anlagen
    b. Keine Gefahr von Kurzschlüssen während und nach der Löschung
Gaslöschtechnik